Bewertungen für Motorradbekleidung erklärt: So wählst du sichere, CE- und UKCA-zertifizierte Ausrüstung
Kurze Antwort: Was sind Bewertungen für Motorradbekleidung und wie trifft man die richtige Wahl?
Bewertungen für Motorradbekleidung (CE und UKCA) zeigen an, wie gut die Ausrüstung dich im Falle eines Unfalls schützt. Für die meisten Fahrer empfiehlt sich Kleidung mit AA-Bewertung und Level-2-Protektoren, um das beste Gleichgewicht zwischen Schutz, Komfort und Vielseitigkeit zu erzielen. Überprüfe vor dem Kauf immer das Etikett, die enthaltenen Protektoren und die Passform.
Was sind CE- und UKCA-Bewertungen für Motorradbekleidung?
Bewertungen für Motorradbekleidung sind Sicherheitszertifizierungen gemäß den Gesetzen für persönliche Schutzausrüstung (PSA) in Europa und Großbritannien.
Sie bestätigen, dass Ausrüstung wie Jacken und Hosen Labortests bestanden hat in Bezug auf:
- Abriebfestigkeit
- Aufprallschutz
- Reiß- und Nahtfestigkeit
- Passform und Stabilität am Körper
In der Praxis bedeutet dies, dass deine Ausrüstung getestet wurde, um das Verletzungsrisiko bei einem Sturz zu verringern.
Was ist der Unterschied zwischen CE und UKCA?
- Conformité Européenne (CE)-Kennzeichnung: Erforderlich für Produkte, die in der Europäischen Union verkauft werden
- UK Conformity Assessed (UKCA)-Kennzeichnung: Eine nach dem Brexit eingeführte, für das Vereinigte Königreich spezifische Zertifizierung
Hinweis: Die britische Regierung hat beschlossen, bestehende EU-Anforderungen für eine Reihe von Produktvorschriften weiterhin anzuerkennen, darunter die CE-Kennzeichnung für Motorradbekleidung. Das bedeutet, dass Unternehmen sowohl die UKCA- als auch die CE-Kennzeichnung verwenden dürfen, um Produkte im Vereinigten Königreich zu verkaufen.
Warum gilt Motorradbekleidung als PSA?
Seit 2018 ist Motorradbekleidung gemäß der EU-Verordnung 2016/425 rechtlich als PSA eingestuft. Verordnung (EU) 2016/425.
Das bedeutet:
- Produkte müssen zertifizierte Sicherheitstests bestehen, bevor sie verkauft werden dürfen
- Hersteller müssen strenge Konformitätsstandards erfüllen
- Auf den Etiketten müssen Zertifizierung und Klassifizierung deutlich angegeben sein
Für Motorradfahrer:innen wird die Wahl der Ausrüstung dadurch von einer Stilentscheidung zu einer sicherheitskritischen Entscheidung.
Wie klassifiziert die Norm EN 17092 Motorradbekleidung?
EN 17092 ist die wichtigste Norm zur Bewertung des Schutzniveaus von Motorradbekleidung.
Was bedeuten die Bewertungen A, AA und AAA?
- C – Nur Protektoren (separate Schutzausrüstung)
- B – Gleiche Abriebfestigkeit wie Klasse A, jedoch ohne integrierte Aufprallprotektoren
- A – Grundschutz
- AA – Hoher Schutz
- AAA – Maximaler Schutz
| Bewertung | Schutzstufe | Am besten geeignet für |
| C | Nur Protektoren (Einzelprotektoren) | Kombination mit einem Kleidungsstück der Klasse B |
| B | Gleiche Abriebfestigkeit wie Klasse A (ohne Aufprallschutz) | Kombination mit einem Kleidungsstück der Klasse C |
| A | Grundlegender Schutz | Fahrten in der Stadt, niedrige Geschwindigkeiten |
| AA | Hoher Schutz | Ausflüge/Touren, durchschnittliche Geschwindigkeiten |
| AAA | Maximaler Schutz | Rennstreckenfahrten, hohe Geschwindigkeiten |
Höhere Bewertungen bedeuten bessere Abriebfestigkeit, stärkere Nähte und eine strapazierfähigere Konstruktion. Sie können aber auch steifere und weniger bequeme Materialien bedeuten.
Entsprechen diese Bewertungen der Fahrgeschwindigkeit?
Nicht direkt. Die Bewertungen spiegeln die Materialleistung wider, nicht die genauen Aufprallgeschwindigkeiten.
Als allgemeine Richtlinie gilt jedoch:
- A: Stadtverkehr, unter ca. 45 km/h (27,96 mph)
- AA: gemischte und schnellere Straßenfahrten, zwischen 45–120 km/h (27,96–74,56 mph)
- AAA: Rennstrecken- oder aggressives Fahren, über 120 km/h (75,46 mph)
Was sind Stufe-1- und Stufe-2-Protektoren?
Motorradprotektoren werden separat nach den Normen EN 1621 geprüft.
Was ist der Unterschied zwischen Stufe 1 und Stufe 2?
| Protektor-Stufe | Restkraft | Schutzstufe |
| Stufe 1 | ≤ 35 kN | Gut |
| Stufe 2 | ≤ 20 kN | Höhere Stoßdämpfung |
Protektoren der Stufe 2 leiten bei einem Aufprall deutlich weniger Kraft auf den Körper weiter.
Welche Protektor-Stufe solltest du wählen?
- Stufe 1: geeignet für kurze Fahrten in der Stadt bei niedrigen Geschwindigkeiten
- Stufe 2: empfohlen für Touren, Pendelfahrten und höhere Geschwindigkeiten
Hinweis: Wenn du auf der Suche nach den besten Motorrad-Protektoren der Stufe 2 für den Straßenverkehr bist, solltest du zertifizierte Protektoren mit sicherem Sitz und bewährter Aufprallleistung bevorzugen.
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Protektoren können kaputtgehen:
Während ich an der Forschung und Entwicklung für den ersten Prototyp der Motorradjacke von Linda-Jean arbeitete, nutzte ich die Ausrüstung, die ich bereits hatte.
Ich wollte die Protektoren meiner alten Jacke mit den Musterprotektoren vergleichen, die ich von dem Lieferanten erhalten hatte, den ich für meinen Prototyp in Betracht zog.
Nun, das Bild spricht für sich. Der Schulterprotektor zerbröckelte einfach in meiner Hand.

Obwohl Aufprallprotektoren technisch gesehen kein Verfallsdatum haben, können sie mit der Zeit
- spröde werden
- Risse bekommen
- und sogar zerbröckeln.
Tipp: Wenn du deine Jacke oder Hose vor 5 Jahren oder länger gekauft hast, überprüfe sie.
Experten empfehlen außerdem, die Protektoren auszutauschen.
Das bedeutet, dass du keine neue Jacke kaufen musst; besorge dir einfach einen neuen Satz Protektoren und achte darauf, dass sie in die integrierten Taschen passen.
Welche Protektoren sind in zertifizierter Motorradbekleidung vorgeschrieben?
Vorgeschriebene Protektoren
- Jacken: Schultern und Ellbogen
- Hosen: Knie
Optional, aber dringend empfohlen
- Jacken: Rückenprotektoren
- Hosen: Hüftprotektoren
Wichtig: Eine Jacke oder Hose kann auch ohne Rücken- oder Hüftprotektoren CE-zertifiziert sein. Prüfe immer, was im Lieferumfang enthalten ist.

Wie wird Motorradbekleidung auf Sicherheit geprüft?
Der Körper wird in Risikozonen unterteilt (Zonen 1, 2, 3)
Die Norm EN 17092 definiert die Risikobewertungszonen hinsichtlich Stößen, Abriebs und Rissen für jedes Kleidungsstück wie folgt:


Bereiche mit höherem Risiko müssen strengere Anforderungen an die Abrieb- und Reißfestigkeit erfüllen.
Zertifizierte Ausrüstung wird von zugelassenen Stellen im Labor geprüft.
Abriebfestigkeitstest (Darmstadt-Methode)
- Der Stoff/Leder wird auf eine rotierende Schleiffläche fallen gelassen
- Simuliert das Gleiten auf Asphalt
- Das Material darf keine Löcher mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm aufweisen

Schlagfestigkeitstest
- Ein beschwerter Schlagkörper wird auf den Protektor fallen gelassen
- Misst die auf den Körper übertragene Kraft

Passform- und Ergonomietest
- Stellt sicher, dass die Protektoren bei Bewegung an Ort und Stelle bleiben.
Wie wählt man die richtige Schutzklasse für Motorradbekleidung, die zum eigenen Fahrstil passt?
Stadtverkehr (Pendeln, Stadtverkehr)
- Schutzklasse: A oder AA
- Protektoren: Stufe 1 oder Stufe 2
- Material: Textile
- Schwerpunkt: Komfort, Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität
Touren- und Straßenfahren
- Bewertung: AA oder AAA
- Protektoren: Stufe 2 empfohlen
- Material: Leder oder Textil
- Schwerpunkt: Balance zwischen Komfort und Schutz
Rennstreckenfahren
- Bewertung: AAA
- Protektoren: Stufe 2 + Rückenprotektor
- Material: Leder
- Vorgeschrieben: Einteiliger Lederanzug oder zweiteiliger Lederanzug mit durchgehendem Reißverschluss und Stufe-2-Protektoren, einschließlich Rückenprotektors. Überprüfe immer die spezifischen Rennstreckenvorschriften!
Wenn du dich fragst, welche Schutzausrüstung du für Touren benötigst: Die meisten Motorradfahrer:innen bevorzugen von einer Ausrüstung der Klasse AA in Kombination mit Protektoren der Stufe 2, um Komfort und Schutz auf langen Strecken zu gewährleisten.
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Praktische Erfahrung: Worauf ich persönlich bei Motorradbekleidung achte
Als Motorradfahrerin mit über 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Pendeln und Touren entscheide ich mich stets für:
- Jacken und Hosen der Klasse AA
- Protektoren der Stufe 2
- Eine enge, sichere Passform, die die Protektoren an Ort und Stelle hält und mir Bewegungsfreiheit lässt.
Dieser Ansatz spiegelt auch wider, was wir bei Linda-Jean Women’s Motorcycle Fashion für Motorradfahrerinnen entwerfen: Ausrüstung, die Schutz, Komfort und Praxistauglichkeit in Einklang bringt, ohne dabei Kompromisse beim Stil einzugehen.
Auf langen Touren in den Alpen habe ich erlebt, wie Temperaturschwankungen und Ermüdung die Konzentration beeinträchtigen. Ausrüstung, die Komfort und Schutz in Einklang bringt, ist kein Luxus, sondern unerlässlich, um sicher und aufmerksam zu bleiben.
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Warum kostet zertifizierte Motorradbekleidung mehr?
Ausrüstung mit höherer Schutzklasse kann teurer sein, weil sie Folgendes erfordert:
- Hochentwickelte Materialien mit höherer Abriebfestigkeit
- Umfangreiche Labortests
- Zertifizierung durch autorisierte Stellen
Kleidung mit AAA-Zertifizierung erfordert deutlich mehr Entwicklungs- und Testaufwand als Ausrüstung mit A-Zertifizierung. Dies kann zu Preisunterschieden zwischen ähnlichen Produkten mit unterschiedlichen Zertifizierungsstufen führen.
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Checkliste vor dem Kauf: So überprüfst du die Sicherheit von Motorradbekleidung
- CE- oder UKCA-Kennzeichnung vorhanden
- Eindeutige Angabe der EN 17092-Einstufung (A, AA, AAA)
- EN 1621-zertifizierte Protektoren enthalten
- Angabe der Protektorstufe (Stufe 1 oder Stufe 2)
- Passgenauigkeit (sicher, aber bequem)
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Haftungsausschluss
CE/UKCA-zertifizierte Motorradbekleidung wurde entwickelt, um das Verletzungsrisiko bei einem Unfall zu verringern. Sie schließt das Risiko jedoch nicht aus und garantiert auch nicht, dass keine körperlichen Verletzungen oder Schäden an deiner Ausrüstung entstehen.
Die Schwere der Verletzungen hängt von vielen Faktoren ab, darunter Geschwindigkeit, Aufpralldynamik, Straßenbelag, Umgebungsbedingungen und Art der Kollision.
Jede Motorradfahrerin ist für ihr Verhalten im Straßenverkehr, die Einhaltung der Verkehrsregeln und die persönliche Risikoeinschätzung verantwortlich.
Motorradausrüstung ist ein Mittel zur Risikominderung, keine absolute Schutzgarantie.
Fazit: So wählst du Motorradbekleidung mit Zuversicht aus
Die Wahl der richtigen Motorradbekleidung bedeutet, Normen zu verstehen, den eigenen Fahrstil zu kennen und bewusst in Schutz zu investieren.
Achte immer auf CE- oder UKCA-Kennzeichnungen, lege Wert auf eine gute Passform (wie eine zweite Haut) und mache keine Kompromisse bei der Qualität.
Sicherheit ist kein Accessoire. Deine Motorradbekleidung schützt dich, und denke daran, wir haben nur eine Haut. Sie verdient es, geschützt zu werden.
Mir ist durchaus bewusst, dass es auf dem Markt zahlreiche Marken für Motorradbekleidung gibt, die sich in Stil und Preisklasse unterscheiden, was die Kaufentscheidung fast schon überwältigend macht. Wähle die Marke und das Modell, die zu dir, deinem Fahrstil und deinem Budget passen.
Wenn du die CE- oder UKCA-Kennzeichnung siehst, kannst du mit größerer Zuversicht fahren, da du weißt, dass deine Ausrüstung dich, deine Schultern, Ellbogen und Knie schützt, wenn es darauf ankommt.
Wenn du dich näher mit dem Thema der Bewertung von Motorradbekleidung befassen möchtest, bietet der über 100 Seiten starke MotoCAP-Leitfaden (auf Englisch verfügbar) noch tiefere technische Einblicke. Klicke hier, um den Leitfaden zu öffnen.
Genieße jede Fahrt und fahre sicher.
Ich würde gerne von anderen Bikerinnen hören:
💬 Was ist deine grösste Herausforderung bei Motorradbekleidung?
Schreib mir in die Kommentare oder per E-Mail – dein Feedback hilft uns, die Zukunft von Linda-Jean zu gestalten!
Ja. Ausrüstung mit AA-Bewertung und Stufe-2-Protektoren bietet eine hervorragende Balance zwischen Schutz und Komfort für die meisten Fahrten auf der Straße.
Nein. AAA ist für den Einsatz bei hohen Geschwindigkeiten oder auf der Rennstrecke konzipiert. Sie kann den Komfort beim täglichen Fahren beeinträchtigen.
Überprüfe das Etikett im Inneren des Kleidungsstücks. Es sollte die CE-Kennzeichnung und die Klassifizierung nach EN 17092 aufweisen.
Nicht immer. Viele Jacken werden ohne Rückenprotektor verkauft, sodass du diesen möglicherweise separat kaufen musst.
Nein. Zertifizierte Ausrüstung verringert das Risiko, kann es aber nicht vollständig ausschließen. Auch das Fahrverhalten und die Fahrbedingungen spielen eine wichtige Rolle.



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